Knochenregeneration

Knochendefekte, sei es durch Verletzungen oder nach Tumorresektion,
stellen medizinisch nach wie vor eine grosse Herausforderung dar.
Nicht selten kommt es hier zu Komplikationen, die für die Betroffenen
einen sehr langwierigen und belastenden Leidensweg darstellen. Nicht
selten müssen sogenannte Knochentransplantationen durchgeführt werden,
wobei Knochenmaterial von einer Stelle des Körpers entnommen und an
die Defektzone übertragen wird, das ist nicht nur schmerzhaft, sondern
auch mit Risiken wie z.B. eine Infektion behaftet. Es wurden in den
letzten Jahren große Fortschritte bei der Entwicklung von sogenannten
Knochenersatzstoffen erzielt, wobei auch hier der ganz große
Durchbruch noch nicht gelungen ist. Zum einen sind diese Materialien
sehr teuer, zum anderen fehlen die mechanischen Eigenschaften um
überall eingesetzt werden zu können. In der Grundlagenforschung gibt
es einige vielversprechende Ansätze, die Neubildung von Knochengewebe
durch den Körper selbst anzuregen und/oder die Regeneration von
Knochengewebe zu beschleunigen. Die Knochenregenerationsgruppe des LBI
für experimentelle und klinische Traumatologie forscht an den
Möglichkeiten der nicht viralen Gentherapie in der
Knochengewebsregeneration. Hier werden, entweder durch Ultraschall
oder durch elektrischen Strom kleine DNA-Teilchen in Zellen
eingebracht, die das Verhalten dieser Zellen derart beeinflussen, so
daß diese vermehrt Knochengewebe produzieren. Erste Ergebnisse sowohl
im Labor, als auch mittlerweile im Tierversuch zeigen
vielversprechende Ergebnisse. Wir erwarten uns von dieser Technik, die
natürlich noch weiterentwickelt werden muss, daß wir den behandelnden
Ärzten ein Instrument in die Hand geben können, um auch diese
schwierigen Fälle zufriedenstellend therapieren zu können.

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